
Wer in den letzten zwei Jahren ein Coworking-Space in Berlin oder München betreten hat, konnte einen klaren Trend erkennen: Grün dominiert die Inneneinrichtung. Dabei geht es nicht um vereinzelte Topfpflanzen auf dem Schreibtisch. Ganze Wände werden mit Moos, Efeu oder Farnoptik gestaltet, um Arbeitsräume lebendiger wirken zu lassen.
Für Gründer ist die Gestaltung des Büros mehr als eine ästhetische Entscheidung. Sie beeinflusst, wie Bewerber das Unternehmen wahrnehmen, wie produktiv Teams arbeiten und welchen Eindruck Kunden beim ersten Besuch gewinnen. Gerade in der Frühphase, wenn das Budget knapp und jeder Eindruck entscheidend ist, kann durchdachtes Raumdesign einen spürbaren Unterschied machen.
Besonders gefragt sind derzeit Mooswände und begrünte Wandpaneele. Wer beispielsweise Mooswände kaufen möchte, findet inzwischen Anbieter mit umfangreichen Sortimenten, die sowohl für Innen- als auch Außenbereiche geeignet sind. Die Montage solcher Elemente ist in vielen Fällen ohne Fachkenntnisse möglich, was sie besonders für junge Unternehmen mit begrenztem Handwerkerbudget attraktiv macht.
Was Biophilic Design im Arbeitsalltag bewirkt
Der Fachbegriff für die Integration natürlicher Elemente in gebaute Umgebungen lautet Biophilic Design. Eine vielzitierte Studie der University of Exeter aus dem Jahr 2014, veröffentlicht im Journal of Experimental Psychology: Applied, zeigte, dass Büros mit Pflanzen die Produktivität der Mitarbeiter um bis zu 15 Prozent steigern können. Die Forscher untersuchten dabei reale Arbeitsumgebungen in Großbritannien und den Niederlanden über mehrere Monate hinweg.
Neben der Produktivität spielt auch das Wohlbefinden eine messbare Rolle. Mitarbeiter in begrünten Räumen berichten häufiger über höhere Zufriedenheit am Arbeitsplatz und geringeren Stress. Für Startups, die oft mit hoher Arbeitsbelastung und Fluktuation kämpfen, kann das ein relevanter Hebel bei der Mitarbeiterbindung sein.
Warum Kunstpflanzen für Gründer oft die bessere Wahl sind
Echte Pflanzen brauchen Pflege. Sie benötigen regelmäßiges Gießen, das richtige Licht und gelegentlich einen Austausch, wenn sie eingehen. In einem Startup, wo sich niemand hauptberuflich um die Büroflora kümmert, verwandelt sich die grüne Wand schnell in ein braunes Ärgernis.
Hochwertige Kunsthecken und künstliche Mooswände bieten hier eine pragmatische Lösung. Das niederländische Unternehmen Kunstheckeguenstig.de etwa produziert seit 2010 künstliche Begrünungselemente und hat mittlerweile über 10.000 Hecken europaweit ausgeliefert. Mit mehr als 120 verschiedenen Sorten und patentierten UV-Schutz-Technologien zeigt sich, dass der Markt für professionelle Kunstbegrünung längst über dekorative Plastikblumen hinausgewachsen ist.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Konstanz der Optik. Ob im Januar oder August, ob im fensterlosen Meetingraum oder auf der sonnigen Dachterrasse: Kunstpflanzen sehen immer gleich aus. Für Unternehmen, die regelmäßig Investoren oder Kunden empfangen, ist diese Verlässlichkeit nicht zu unterschätzen.
Raumgestaltung als unterschätzte Gründer-Strategie
Viele Gründer investieren intensiv in digitales Marketing, Produktentwicklung und Teamaufbau. Die physische Arbeitsumgebung wird dagegen oft als nachrangig betrachtet. Dabei stufen laut einer Erhebung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) viele Fachkräfte die Bürogestaltung als wichtigen Faktor bei der Arbeitgeberwahl ein.
Wer als Startup professionell wirken möchte, muss nicht gleich ein Architekturbüro beauftragen. Schon einzelne Mooswand-Paneele im Empfangsbereich oder eine Pflanzenwand im Meetingraum können den Gesamteindruck deutlich aufwerten. Solche Elemente lassen sich oft innerhalb eines Nachmittags montieren und kosten einen Bruchteil dessen, was eine vollständige Bürorenovierung verschlingen würde.
Entscheidend ist die Qualität der verwendeten Materialien. Günstige Produkte verblassen schnell oder wirken aus der Nähe offensichtlich künstlich. Zertifizierte Hersteller, die beispielsweise SGS-geprüfte Qualitätskontrollen und Farbgarantien über mehrere Jahre anbieten, sind hier die deutlich sicherere Wahl, besonders wenn Mooswände oder Kunsthecken in Bereichen mit direkter Sonneneinstrahlung eingesetzt werden.
Was bei der Budgetplanung zu beachten ist
Künstliche Begrünung ist in der Anschaffung teurer als ein paar Topfpflanzen aus dem Baumarkt. Rechnet man jedoch die laufenden Kosten für Pflege, Bewässerung und regelmäßigen Ersatz ein, relativiert sich der Preisunterschied innerhalb von zwei bis drei Jahren spürbar. Ein mittelgroßes Startup mit etwa 200 Quadratmetern Bürofläche kann durch den Wegfall professioneller Pflanzenpflege schnell über 1.000 Euro jährlich einsparen.
Für die Budgetplanung empfiehlt es sich, mit einem konkreten Bereich zu starten. Der Empfangsbereich oder der Hauptmeetingraum eignen sich besonders, weil sie von Besuchern und Mitarbeitern gleichermaßen genutzt werden. Von dort aus lässt sich die Begrünung schrittweise erweitern, sobald das Feedback positiv ausfällt und das nächste Quartal neue Mittel freigibt.
